Rundstrecke
Ziel ist es die vorgegebene Renndistanz am schnellsten zu absolvieren oder in einer bestimmten Zeit die größte Distanz als Einzelfahrer bzw. im Team zurückzulegen, natürlich in entsprechend regelkonform vorbereiteten Rennfahrzeugen auf einem abgesperrten Rundkurs.
Bei der Rallye startet man zu zweit, Fahrer und Navigator, wohingegen man beim Bergrennen alleine gegen die Uhr fährt. In der Vergangenheit sind wir als GMC häufig zu Gast bei der Rallye Köln-Ahrweiler und dem Bergrennen in Wolfsfeld gewesen.
Was ist Autoslalom?
Slalom ist die ideale Sparte für Motorsport-Einsteiger.
Kosten- und Zeitaufwand halten sich wirklich in Grenzen, so daß Slalom im Vergleich zu allen anderen Motorsportarten sehr kostengünstig zu betreiben ist. Die Tatsache, dass es mit fast jedem Auto (auch dem normalen Alltagsauto) betrieben werden kann, macht es so interessant. Im Slalomsport wird das Fahrzeug realtiv wenig belastet. Das fahrerische Können geht stärker in den Wettkampf ein, als die technische Ausrüstung. Höhere Motorleistung ist keine Garantie für einen Sieg, was bei einem Rundstreckenrennen schon eher angenommen werden kann.
Unterschiedliche Fahrzeugklassen sorgen für eine größtmögliche technische Gerechtigkeit im Wettstreit. Ob Einsteiger oder schon Hobbyfahrer seit Jahren, man kann mit nahezu jedem Auto Slalaomsport betreiben. Meist genügen wenige Veränderungen um aus dem Alltagsauto ein Sportgerät zu machen. Aber auch vollständige Serienkutschen sind am Start.
Slalomsport ist entweder eine langanhaltende Freude für alle, die Motorsport mit überschaubaren finanziellen Mitteln wollen, oder dient als perfektes Sprungbrett für den „großen“ Motorsport. Wer im Slalom Motorsport gelernt hat und erfolgreich ist, hat alle fahrerischen Voraussetzungen für andere Einsatzmöglichkeiten. Nur die perfekte Fahrzeugbeherrschung führt zum Erfolg.
Veranstalter von Slaloms sind u.a. die vielen ADAC-Ortsclubs. Auf Beton- oder Asphaltflächen werden bis zu 5 Kilometer lange Kurse aufgebaut, die dann einen Start- und einen Zielpunkt haben. Ziel ist das schnellstmögliche Durchfahren dieser vorgegebenen Strecke. Die Strecke wird einzeln befahren. Slalom heißt es deshalb, weil die Strecke fast nie geradeaus geht. Es sind kleine und heftigere Kurven eingebaut. Dies geschieht z.B. mit Pylonen. Diese rot-weissen Hütchen sind aus Gummi und daher unschädlich fürs Fahrzeug, sollten aber stehenbleiben. Bei Umwerfen eines Pylons werden 3 Sekunden zur Fahrzeit hinzugezählt. Die Fahrzeiten werden mit Lichtschranken gemessen, und sind daher sehr exakt. Es werden immer drei Durchgänge gefahren. Der erste ist als Training zu werten, um die Strecke kennenzulernen. Die Zeiten der beiden anderen Läufe werden später addiert und entscheiden über die Plazierung. Die Geschwindigkeiten die beim Slalom gefahren werden, hängen stark von der aufgebauten Strecke ab. Es gibt Veranstaltungen, bei denen meist der 2. und 3.Gang reicht. Viele Strecken, oft auf Flugplätzen veranstaltet, lassen aber auch höhere Geschwindigkeiten zu, ohne überhöhte Sicherheitsrisiken einzugehen. Kurse bei denen Geschwindigkeiten von 180km/h erreicht werden, kommen aber auch vor. Klar, dass ein Slalom bei hohen Geschwindigkeiten etwas ganz anders ist, als im Bereich unter Hundert. Die meisten Teilnehmer lieben diese Strecken auch besonders. Damit der Spaß noch größer wird, wird natürlich nicht nur mit Straßenreifen gefahren (aber auch solche Klassen gibt es!), sondern mit extra für den Slalomeinsatz konzipierten Rennreifen gefahren. Die kosten natürlich etwas mehr als normale Reifen, aber wenn man die richtigen Gummis gewählt hat, dann geht die Post auch wirklich ab. Es werden Kurvengeschwindigkeiten und Bremspunkte möglich, die mit Straßenreifen undenkbar wären. Das bringt erst den richtigen Kick.
Dem völlig unbedarften Einsteiger bieten sich seit 2003 sehr preisgünstig und unkompliziert neue Möglichkeiten in Form der Clubsport-Slaloms. Diese sind nicht vom Deutschen Motorsport Bund „verwaltet“, sondern von der regionalen ADAC Sportabteilung genehmigt und sind somit ohne großen Schnickschnack. Gefahren werden kann mit JEDEM Fahrzeug. Technische Limits gibt es nicht.
Na Interesse geweckt?
Wie geht es jetzt weiter?
1. Termin einer Veranstaltung in der Nähe raussuchen zuständige ADAC-Sportabteilung fragen oder Ortsclub Veranstalter anrufen (gibt weitere Auskunft)
2. Ausschreibung vom Veranstalter anfordern. Die Ausschreibung enthält wichtige Informationen zur Veranstaltung, Klasseneinteilung, genauer Zeitplan, Preise, Wegbeschreibung zum Veranstaltungsgelände, Besonderheiten z.B. ob Zuschauer erlaubt sind, oder Hunde mit aufs Gelände dürfen usw.
liegen oft auch in den ADAC-Sportabteilungen aus.
3. Fahrzeug prüfen, ob es in eine der üblichen Klassen eingestuft werden kann, oder ob der Veranstalter eine sogenannte Einsteigerklasse anbietet.
4. Zur Veranstaltung erscheinen. Zeitplan beachten, es wird klassenweise gestartet. Es gibt in der Regel einen Nennungsschluß für die Teilnahme (steht in der Ausschreibung)
5. Papierabnahme durchführen.
d.h. dem Veranstalter alle Unterlagen zur Einsicht geben, die er braucht, um Teilnehmer zum Start zuzulassen:
- Fahrzeugschein
- Führerschein
- Nenngeld zwischen 15 (beim Clubslalom) und 60 EUR
- evtl. Fahrerlizenz für den Tag (nicht beim Clubslalom)
6. Fahrzeugabnahme durchführenes erfolgt ein oberflächlicher Sicherheitscheck des Autos (Lenkung, Bremse, Sitz, Motorraum)
Der Helm muss der aktuellen ECE-Norm entsprechen (Stoffeinnäher mit einer E-Nummer beginnend mit 04 (nur bis Ende 2004) oder besser 05 z.B: ECE 22-05xxxx).
Beim Clubslalom reicht irgendeine ECE-Norm
Reifen und Felgen müssen eingetragen sein
Weitere Infos kann man beim MSV Osann-Monzel von Manfred Bläsius bekommen.
Bergrennen, was ist das ????
Bergrennen sind die Einzelzeitfahren des Motorsports. Auf fahrerisch anspruchsvollen, kurvenreich Bergstraßen, die sonst ihren alltäglichen Zweck als öffentliche Land- oder Kreisstraße erfüllen, kämpfen die Fahrer allein gegen den Berg und den Sekundenzeiger der Stoppuhr. Diese Motorsportdisziplin ist nichts für schwache Nerven und am ehesten mit dem Ski-Abfahrtslauf zu vergleichen. Höchste Konzentration ist gefordert, wenn die Piloten in ihren verschiedenen Rennvehikeln den Berg hinaufstürmen. Kurven, Anbremspunkte und Bodenwellen müssen im Gedächtnis der Fahrer gespeichert sein. Nur die Könner finden die Ideallinie und schon ein kleiner Fahrfehler bedeutet oft das Ende aller Siegeschancen oder gar das Aus.
Die Spitzenpiloten in ihren potenten Formel 3000 oder Gruppe CN-Boliden erreichen, auf den zumeist engen und waldgesäumten Pisten eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Auslaufzonen, wie am Nürburgring sucht man vergebens. Doch ist die Sicherheit für die Akteure und Zuschauer, dank der hohen Sicherheitsstandarts an Deutschlands Bergen, mit Doppelleitplanken und Altreifenpakete an neuralgischen Streckenabschnitten sehr hoch. Für das Publikum ist ein Bergrennen immer Motorsport zum Anfassen. Auf Böschungen und an Hängen sitzend, lassen sich die Zuschauer, mit Ausnahme von Karts, Trucks und der Formel 1, alles hautnah um die Ohren fahren was vier Räder hat.
Um eine Karte fürs Fahrerlager streiten nicht VIP´s und solche die sich dafür halten, statt dessen können die Fans „ihren Helden“ an den Zelten und Renntransportern, bei den letzten Feinabstimmungen der Wettbewerbsfahrzeuge über die Schultern blicken. Der persönliche Kontakt zwischen Zuschauer und Fahrer gehört im Bergrennsport einfach dazu. Auch das gibt es nur am Berg, sind nach einem Rennlauf alle „Himmelsstürmer“ oben, rollen diese im Pulk zurück ins Fahrerlager und die Fans sehen noch einmal die bunte Vielfalt der Rennwagen, wie in Zeitlupe bergab gleiten.
Die Titel der Bergrennsportler werden in 13 Rennen, bei zwei Streichresultaten ausgefahren (DM). Startberechtigt sind National A und Internationale Lizenznehmer des DMSB, die in mehreren Championnaten und Cups antreten. Die Deutsche Automobil Bergmeisterschaft steht ab der Saison 2000 wieder allen Fahrzeuggruppen offen. In der Division 1 starten alle Tourenwagengruppen (G, N, DN, GTN, A, DA, H, F), in der Division 2 alle Rennsportfahrzeuge (Prototypen C3 / CN , und Formel 3 sowie die Formelfreien Monoposto-Rennwagen der Gruppe E, inkl. Formel 2). Formel 3000 Rennwagen sind ab 2003 nicht mehr punktberechtigt und machen jagt auf die einzelnen Tagessiege. Punkte werden pro Rennlauf in der jeweiligen Division vergeben. Die 8 Besten der Gesamtwertung erhalten in Abhängigkeit der Streckenlänge ihre Punkte (bis oder über 2500 Meter), wobei Gruppeneinteilung und Hubraum keine Rolle spielt. Im Deutschen Bergpokal für Tourenwagen und GT-Fahrzeuge (bis max. 2000 ccm Hubraum) und in dem der Rennsportfahrzeuge (bis 2 Liter Hubraum), gilt ein ähnliches Punkteschema. Maßgebend sind hierbei die Anzahl der besiegten Konkurrenten in den Hubraumklassen.
Eine wahrhaft imposante PS-Parade ist der KW Berg Cup, der sich bei Aktiven wie Fans großer Beliebtheit erfreut. Seit nunmehr über 20 Jahren stehen regelmäßig, zu den Wertungsläufen in Deutschland oder im benachbarten Luxemburg und Österreich rund 100 spektakuläre Gruppe H Spezial-Tourenwagen am Start. An und unter der Karosserie eines VW Polo, BMW 320 16V oder Ex DTM Mercedes sind technische Leckerbissen zu finden. So werden, beispielsweise Getriebe von Formel 3 Rennwagen verwendet, PS-Starke 16 Ventilmotoren eingepflanzt, sowie ein enormes Flügel.- und Spoilerwerk montiert.
Der Classic-Berg-Cup, Sportwagen-Bergcup, NSU-Bergpokal, Fiat-Lancia-Sportpokal sowie ADAC Rennsport-Pokale, Gaumeisterschaften (DMV,AvD) und Clubmeisterschaften, runden das Angebot in Deutschland ab. Oberste „Liga“ im internationalen Bergrennsport ist die Europabergmeisterschaft. Der einzige Lauf in Deutschland wird vom Racing Team Trier auf der Bergrennstrecke von Fell nach Thomm Mitte Juni ausgetragen.
Das Mekka des Bergrennsports ist zweifellos Frankreich, hier gehen beispielsweise bis zu zwanzig (!) ultraschnelle Formel 2 oder Formel 3000-Renner auf die Strecken. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist mal ein Bergrennen live zu verfolgen, sollte die absoluten Klassiker von Mont Dore (Frankreich), Rechberg (Österreich), Trento-Bondone (Italien) oder St.Ursanne-Les Rangiers in der Schweiz, einmal bereisen.
Hierzulande ziehen Bergklassiker wie das Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl, das Hauenstein Bergrennen in der Rhön oder das Bergrennen von Osnabrück und auch das Bergrennen in Wolsfeld (Nahe Bitburg), Piloten und Zuschauer in Massen an.
Vom MSV Osann-Monzel gehen und gingen immer wieder Fahrer an den Deutschen Bergen an den Start. So z.B. fuhren einst Rudolf Bollig, Arnold Wagner, Helmut Thewald, Norbert Ziltz, Josef Rau, Heiner Zenz und Uwe Petry Heute jagen Ralf Orth, Ralf Kleinsorg und Manfred Bläsius ihre BMW´s die Bergrennstrecken nach oben. Mit Patrick Orth bekommt die Bergrennszene ab 2008 Zuwachs. Er wird mit einem BMW 318is in der Gruppe G an den Start gehen. Mittlerweile wurde aus dem gruppe G BMW ein ausgereiftes Gruppe E1 Bergrennfahrzeug mit GERENT Power.
Jeder Motorsportinteressierte, der grundsätzlich das 18. Lebensjahr vollendet hat, kann bei Motorsportveranstaltungen als ehrenamtlicher Sportwart der Streckensicherung eingesetzt werden. Voraussetzung für die Lizenzierung des Sportwartes der Streckensicherung ist unter anderem die Teilnahme an einem Lehrgang.